Agnes Reinhold

Agnes Reinhold, eine fast vergessene Kämpferin anarchistischer Zusammenhänge, organisierte bereits Ende des 19. Jahrhunderts Menschen gegen staatliche Grenzen, nationalistische Spaltung und kapitalistische Ausbeutung. Sie baute Netzwerke zu Anarchist*innen in zahlreichen europäischen Städten auf, stellte ihr Wissen, Engagement und ihre Wohnung für eine Organisierung von unten zur Verfügung. Dabei ist sie nur eine von vielen, die den Mythos angriffen, Politik würde nur von männlichen Personen gestaltet werden.

Gemeinsam mit ihren Gefährt*innen griff sie dabei die Grundlagen kapitalistischer Ausbeutung an. So verteilten sie bspw. Flugblätter mit Aufrufen zu Generalstreiks, der Aufhebung des Privateigentums sowie dem Sturz der Autoritäten.

Schon damals wurde stetig versucht, soziale Kämpfe für bessere Lebens- und Arbeitsbedingungen zu verhindern und zu kriminalisieren. Als bekannte Rednerin auf Versammlungen schaffte sie es, viele Leute fuer jene Basisansätze zu ermutigen, damit diese in die Lage versetzt wurden für bessere Lebensbedingungen zu kämpfen. Wir wollen unser gemeinsames Denken und Handeln ebenfalls nach einer gemeinsamen gesellschaftlichen Perspektive ausrichten. Die Unerschrockenheit, die gelebte Solidarität sowie der Ansatz einer Organisierung der Basis, ermuntert uns und alle Aktiven im und um das Kiezhaus Agnes Reinhold.